Am Sonntag, 5. Oktober 2025, fand in Maria Plain die 39. Internationale Friedenswallfahrt des Salzburger Kameradschaftsbundes statt. Trotz schlechten und kalten Wetters hatten 55 Fahnenabordnungen ihren Weg nach Maria Plain gefunden. Beim Einzug in die Basilika empfingen kalte Windstöße die Fahnenabordnungen, die zum Teil sichtlich bemüht waren, Fahnen und Hüte festzuhalten oder wieder „einzufangen“. In der Basilika begrüßte Präsident Josef M. Hohenwarter die Anwesenden. An Ehrengästen konnte er u.a. begrüßen: Militärdekan Richard Weyringer, Superior Pater Petrus Eder und Diakon Andreas Weyringer, Landtagsabgeordnete Hauptmann Dominic Maier und Dr. Karl Zallinger, Bürgermeister der Landeshauptstadt Salzburg Bernhard Auinger, Bürgermeister-Stv. Dr. Florian Kreibich und die Bürgermeister von Wals-Siezenheim, Andreas Hasenöhrl und von Bergheim, Dr. Robert Bukovc, die Gemeinderätinnen Susanne Dittrich-Allerstorfer und Monika Eibl, Militärkommandant Brigadier Mag. Peter Schinnerl, für die BH Hallein Dr. Monika Vogl, für die BH Stadt Salzburg Mag. Bernd Huber, Präsident der Bundesvereinigung der Milizverbände, Präsident des ÖKB Ludwig Bieringer und Ehefrau Rosemarie, mehre Präsidenten anderer Landesverbände sowie befreundeter Vereinigungen und Bünde. Den weitesten Weg nach Maria Plain dürfte die Abordnung der Alpini aus Pontebba bzw. Malborghet zurückgelegt haben. Nach der Begrüßung zelebrierte Militärsuperior Richard Weyringer die Festmesse. Er eröffnete seine Predigt mit der vielfach gestellten Frage, wie Gott all das Leid auf der Welt zulassen könne? Die Antwort liege in der Menschwerdung Christi, der Leid am eigenen Leib erfahren musste, dieses jedoch auf sich nahm und für die Menschen da gewesen sei. In diesem Dasein für andere liege die Aufgabe der Kameradschaft, die sich für die Mitmenschen bewähren müsse.
Festansprachen
Nach der Festmesse, musikalisch vortrefflich begleitet durch die Militärmusik Salzburg unter Major Johann Schernthaner, folgten die Festansprachen der Ehrengäste. Landtagsabgeordneter Dominic Maier betonte, dass er als Hauptmann des Bundesheeres Veranstaltungen des Kameradschaftsbundes als besonders wichtig ansehe, da durch diese einerseits der Bezug zur Heimat zum Ausdruck gebracht werde, anderseits aber auch die Partnerschaft mit dem Bundesheer. Landtagsabgeordneter Karl Zallinger, welcher in Vertretung der LH an der Friedenswallfahrt teilnahm, ließ es sich nicht nehmen, vorab einige Worte in Italienisch an die Alpini zu richten, bevor er in seiner Rede die Predigt von Militärsuperior Weyringer aufgriff und betonte, dass der Mensch über einen freien Willen verfüge, es ihm daher obliege, sich für Gutes oder Schlechtes zu entscheiden. Wesensmerkmal der Kameradschaft sei die gegenseitige Fürsorge, eben Kameradschaft, womit auf dieser Wertebasis eine Entscheidung zum Guten bereits vorgegeben sei. Bürgermeister Bernhard Auinger überbrachte die Grüße der Landeshauptstadt und stellte fest, dass Kameradschaft das Einigende suche, womit sie sich wohltuend von der Tagespolitik unterscheide, die nur noch das Trennende zu suchen scheine. Militärkommandant Peter Schinnerl rief die Ansprachen seiner Amtsvorgänger in Erinnerung, die oftmals dafür werben mussten, dass dem Bundesheer die nötigen Mittel gegeben werden, damit es seinen Auftrag erfüllen könne. Heute erhalte das Bundesheer diese Mittel, um die Verteidigungsfähigkeit wieder herzustellen. Er dankte dem Kameradschaftsbund, der dem Bundesheer immer ein Partner gewesen sei. Präsident Ludwig Bieringer betonte seinerseits diese Partnerschaft und rief die Weihnachtsrede von Bundeskanzler Leopold Figl in Erinnerung, in der er an die Österreicher appelliert hatte, an dieses Land zu glauben. Er äußerte wenig Verständnis für die Jammerei, die allerorten auf Grund geringfügiger Ursachen zu hören sei. Es brauche eine Renaissance dieses Glaubens an Österreich, für das der Kameradschaftsbund auf Grundlage seiner Werte einstehe. Am Schluss der Ansprachen dankte Präsident Josef Hohenwarter Organisationsreferentin Ute Huber, die in den letzten Tagen zwei Großveranstaltungen des Kameradschaftsbundes zur besten Zufriedenheit organisiert hatte und die zusätzlich auch noch im Landesbüro für Ordnung sorge. Nach dem Auszug aus der Basilika nahmen Fahnenabordnungen und Ehrengäste vor dem Landesehrenmal Aufstellung. Unter den Klängen des Liedes „Ich hatt´ einen Kameraden“ erfolgte die feierliche Kranzniederlegung im Gedenken an die Toten der Kriege. Mit der Salzburger Landeshymne, der Europahymne und dem Läuten der Vermisstenglocke endete die 39. Internationale Friedenswallfahrt.






