Gedenkschrift 80 - 70 - 30

80 Jahre - Ende vom zweiten Weltkrieg

70 Jahre - Ein freies Österreich

30 Jahre - Mitglied in der Europäischen Union

Titelbild der Gedenkschrift

Am Anfang stand eine Sitzung des Präsidiums des Salzburger Kameradschaftsbundes am 23. April 2025. Da diese über Einladung der Kameradschaft Anif in dieser Gemeinde stattfand, hatte sich Bürgermeisterin Mag. Gabriella Gehmacher-Leitner angesagt und auch eingefunden. Frau Bürgermeister folgte den Wortmeldungen und der Diskussion im Präsidium und gab sich als Mitglied ihrer Ortskameradschaft zu erkennen.

In besagter Sitzung wurden auch die anstehenden Termine und Gedenkveranstaltungen im heurigen dreifachen Jubiläumsjahr erörtert bzw. die Möglichkeiten besprochen, ein würdiges Gedenken zur 80. Wiederkehr des Endes des II. Weltkrieges, der 70. Wiederkehr des Abschlusses des Staatsvertrages und der Aufstellung des II. Österreichischen Bundesheeres und der 30. Wiederkehr des EU-Beitrittes Österreichs zu veranstalten. Frau Bürgermeister regte schließlich an, dass der Salzburger Kameradschaftsbund eine Gedenkschrift erstellen möge, „in der die Angehörigen der verschiedensten Generationen zu Wort kommen sollen und deren Erlebnisse/Gefühle zu den angeführten Gedenkjubiläen zum Ausdruck bringen können“ (Auszug aus dem Sitzungsprotokoll). Damit war der Startschuss zum Projekt Gedenkschrift 80-70-30 des Salzburger Kameradschaftsbundes gesetzt.

Festgehalten wurde im Protokoll noch, dass die Bezirksverbände darum ersucht werden sollten, die nötigen Beiträge beizuschaffen. In der Präsidiumssitzung am 20. Juni 2025 wurde das Thema Gedenkschrift abermals erörtert. Festgestellt wurde dabei, dass „noch dringender Bedarf an mehr Berichten“ bestehe. Zu diesem Zeitpunkt waren erst sehr wenige Berichte eingegangen, das Zustandekommen der Gedenkschrift war somit noch äußerst fraglich. Um eine einheitliche Gestaltung und zügige Beistellung von Berichten sicherzustellen, wurde Landesschriftführer Kamerad Bernd Huber in der Sitzung vom 20. Juni 2025 mit der Redaktion und Erstellung der Gedenkschrift beauftragt. In den folgenden Wochen nahm die Sache langsam Fahrt auf. Es wurden zahlreiche Berichte gesammelt und Interviews geführt, so dass mit Ende August bereits eine ansehnliche Sammlung vorlag, die nun redaktionell bearbeitet werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt war also bereits klar, dass „aus der Gedenkschrift etwas wird“, so Kamerad Huber. Es war gelungen, zahlreiche Zeitzeugenberichte zum Teil mit Fotos zu sammeln, die zum größten Teil bisher unveröffentlicht sind. Diese Berichte wurden von zahlreichen Kameradschaften aus allen Bezirken übermittelt bzw. mit deren Unterstützung eingeholt. Daher bieten diese Schilderungen einen Einblick in die Geschehnisse im gesamten Bundesland Salzburg. Auch wenig bekannte Tatsachen oder bisher eher Verschwiegenes findet sich in der Gedenkschrift. Die Bandbreite der Berichte ist dabei erheblich und beleuchtet zahlreiche Facetten von verschiedensten Seiten.

Gemeinsam ist den Textstellen ihre Authentizität, es wird nichts geschönt oder verschnörkelt. Auch Auszüge aus den Chroniken von Kameradschaften bzw. Pfarr- und Gemeindechroniken sind im Text erfasst. Der Text ist in drei Abschnitte gegliedert: der größte und umfangreichste Abschnitt befasst sich mit dem Erleben rund um das Kriegsende 1945. Da das Kriegsende sicherlich eine tiefgreifende Zäsur war, gingen dazu auch die meisten Berichte ein. Ebenfalls von besonderer Bedeutung sind Staatsvertrag und Aufstellung des Bundesheeres. Die Zeitzeugenberichte geben in diesem Abschnitt die Erlebnis- und Gefühlswelt in der unmittelbaren Nachkriegszeit, über die Aufstellung der B-Gendarmerie bis hin zur Aufstellung und Entwicklung des II. Bundesheeres wieder. Historische Ausführungen befassen sich mit der B-Gendarmerie und dem Zustandekommen des Staatsvertrages.Das letzte Kapitel ist dem Beitritt Österreichs zur EU gewidmet. Mit diesem befassen sich Beiträge von Zeitzeugen, die nun auch bereits allesamt in den Sechzigern angekommen sind.

Wie ist der weitere Ablauf?

Die Gedenkschrift des Salzburger Kameradschaftsbundes ist bereits in der Drucklegung. Mit ihrem Vorliegen wird im letzten Oktoberdrittel gerechnet. Die Präsentation erfolgt nach dem gemeinsamen Totengedenken von Militärkommando, Schwarzem Kreuz Salzburg und dem Salzburger Kameradschaftsbund am 6. November 2025. Gedacht ist daran, diese Gedenkschrift an Gemeinden und Kameradschaften sowie Traditionsverbände zu deren Gebrauch und Verwendung zu übermitteln.

Interessenten können die Gedenkschrift nach der offiziellen Präsentation unter der Büroadresse des Salzburger Kameradschaftsbundes (Viehhauserstraße 26, 5071 Wals-Siezenheim) oder unter office@~@kb-salzburg.at anfordern. Die Gedenkschrift ist kostenlos, Spenden werden aber gerne angenommen.

 

Gedenkschrift des Salzburger Kameradschaftsbundes

80-70-30

Format 210x210 mm, 124 Seiten, zahlreiche Abbildungen, broschiert

Herausgeber: Salzburger Kameradschaftsbund

Salzburg 2025