Von 38 Kameradschaften waren 37 Kameradschaften mit ihren Abordnungen der Einladung gefolgt. Nach Aufstellung und der Meldung an Präsident Josef Hohenwarter vor dem Gasthof Königgut setzte sich der Festzug unter musikalischer Begleitung der Trachtenmusikkapelle Wals zum Kirchplatz und dem Kriegerdenkmal auf dem Friedhof in Bewegung.
Das Wetter meinte es freundlich. Zwar blies ein kalter Wind, jedoch hatte sich die Sonne durchgesetzt, in deren sanftem Licht die tief verschneiten Berge der Umgebung erstrahlten. Vor dem Kriegerdenkmal hielt Bezirksobmann Johann Hillerzeder eine kurze Ansprache. Unter Verweis auf die zahlreichen Namen, die hinter ihm am Denkmal eingemeißelt sind, stellte er fest, dass es zur Wahrung von Frieden und dem ständigen Bemühen um einen Ausgleich von Interessen keine Alternativen gebe. Tief besorgt zeigte sich der Bezirksobmann über die Geschehnisse in der Ukraine und im Iran-Krieg, der sich fast täglich auszudehnen scheine. Pfarrprovisor MMag. Gottfried Grengel gestaltete das Libera. Unter den Klängen des „Guten Kameraden“ erfolgte die Kranzniederlegung und das Antreten zum Rückmarsch durch den Ort zum Gasthof Königgut, wo der Bezirksobmann die Bezirksversammlung eröffnete.
Er konnte als Ehrengäste u.a. begrüßen: Landtagsabgeordneten Professor Hofrat Dr. Josef Schöchl, Bürgermeister Andreas Hasenöhrl, Präsident Josef M. Hohenwarter, die Bezirksobmänner Markus Bichler und Wolfgang Sallmanshofer, Bezirkshauptmann der Stadt Salzburg und Landesschriftführer Mag. Bernd Huber, Rechtskonsulent Hofrat Dr. Karl Mayr und Bundesschriftführer-Stv. Horst Gschwandtner. Sein besonderer Gruß galt allen anwesenden Ehrenmitgliedern und Obmännern.
Im Tätigkeitsbericht konnte der Bezirksobmann wieder auf sehr zahlreiche Veranstaltungen im Bezirk verweisen, an denen jeweils zumindest ein oder mehrere Vertreter des Bezirksverbandes teilnahmen. Besonders hervorgehoben wurden die Großveranstaltungen Miliz/Partnerschaftsschießen und die 39. Internationale Friedenswallfahrt in Maria Plain. Bezirksobmann Johann Hillerzeder verwies auch auf die Gedenkschrift 80-70-30, welche durch den Salzburger Kameradschaftsbund aus Anlass des dreifachen Jubiläumsjahres 2025 herausgegeben wurde und deren Lektüre er wärmstens empfehlen könne.
Der Kassabericht von Bezirkskassier Matthias Zuckerstätter konnte eine leichte Erhöhung des Kassastandes vermelden. Die Rechnungsprüfer bestätigten die ordnungsgemäße Kassaführung und stellten den Antrag auf die Entlastung von Kassier und Vorstand, dem durch die Bezirksversammlung einstimmig entsprochen wurde.
Im Anschluss konnten zwei verdiente Kameraden geehrt werden. Bezirksvorstandsmitglied Bruno Reichl wurde mit dem Landesverdienstkreuz in Gold und Bezirksobmann Stellvertreter Josef Standl-Niederreiter mit dem Landes-Ehrenkreuz in Silber mit Schwertern ausgezeichnet.
In seinen Grußworten dankte Bürgermeister Andreas Hasenöhrl, den Kameradschaftsbünden, von denen in seiner Gemeinde sogar zwei ihren Sitz haben, wie er launisch anmerkte, für deren Engagement für den Zusammenhalt in der Gemeinschaft und das Eintreten für den Frieden und zeigte sich stolz darauf, den diesjährigen Bezirkstag in Wals abhalten zu dürfen.
Präsident Josef Hohenwarter stellte einleitend fest, dass Kameradschaft eine Hinwendung zu den Mitmenschen bedeute. Diese Hinwendung bestehe nicht bloß aus einer Teilnahme an einer beliebigen Ausrückung und dem Gegenwert von einem Essen und zwei Getränken, sondern sei deutlich mehr und wichtiger, wobei es am Kameradschaftsbund liege, immer wieder auf diese Anliegen zu verweisen.
Landtagsabgeordneter Dr. Josef Schöchl erinnerte an die berühmte Weihnachtsansprache von Bundeskanzler Leopold Figl, mit der er den Glauben an dieses Österreich erbat. Auch in der heutigen, materiell wesentlich besser gestellten Situation Österreichs, seinen Zuversicht, Entschlossenheit und Tatkraft unentbehrlich, solle das Gemeinwesen in Blüte gehalten werden.
Kurz vor dem Abschluss informiertte Bezirksobmann Hillerzeder, der beim Landesdelegiertentag am 16. Mai 2026 in Bad Hofgastein für die Funktion des Landespräsidenten kandidieret, dass er im Falle seiner Wahl sowohl die Funktion des Bezirksobmannes als auch die des Obmannes der Kameradschaft Seekirchen per sofort niederlegen werde, wobei für beide Funktionen eine (provisorische) Nachfolge gefunden werden konnte.
Mit der Landeshymne und dem Rainermarsch wurde die Bezirksversammlung beendet und es folgte der gemütliche Teil.



