Zunächst war es eine Idee des Obmannes der Kameradschaft Plainfeld, Christian Löcker. Der Idee folgten bald weitere Absprachen und Maßnahmen. Schließlich entstand ein konkreter Plan: Der Bezirksverband Flachgau lud alle Kameraden und deren Familienmitglieder zu einem Tag im Salzburger Freilichtmuseum ein. Entlehnt von der Themensetzung des Kalkbrennens war auch gleich ein Motto dafür gefunden: „Wir brennen für die Kameradschaft“.
Die Wetterverhältnisse waren an diesem Samstag frühlinghaft warm. Schon bald staute sich eine große Anzahl von Teilnehmern vor den Toren des neuen Besucherzentrums. In der Halle empfing der Kameradschaftsstand, betreut von Landesgeschäftsführerin Regina Fuchs, die Teilnehmer. Gleich ums Eck wurde ein Weißwurstfrühstück organisiert. Für die Zubereitung und Ausgabe von Würsteln und Getränken sorgten der Bürgermeister von Ebenau, Mag. Johannes Fürstaller und sein Team. Musikalisch empfangen wurden die mehr als 200 Teilnehmer aus den Reihen des Kameradschaftsbundes von den „Emaus-Jüngern“, einer Blaskapelle, die auf Originalinstrumenten der altösterreichischen sogenannten „Hohen Stimmung“ spielt. Zur Ausstattung der Kapelle wurden in den Ländern der ehemaligen Donaumonarchie alte hochgestimmte Instrumente gesammelt und aufwändig bei heimischen Instrumentenbauern restauriert.
Bezirksobmann Johann Hillerzeder konnte als Ehrengäste u.a. begrüßen: Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf, Gemeinderätin Monika Eibl, den Präsidenten des Österreichischen Kameradschaftsbundes Ludwig Bieringer mit Frau Rosemarie, den Bezirkshauptmann der Stadt Salzburg Mag. Bernd Huber mit Ehefrau und Landesorganisationsreferentin Ute Huber, den Direktor des Salzburger Freilichtmuseums Mag. Peter Fritz, den Präsidenten des Fördervereins Hofrat Dr. Christian Marckhgott und Bundesschriftführer-Stv. Horst Gschwandtner.
In ihren Grußworten nahm Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf das Thema des Kalkbrennens auf und übertrug dieses auf eine erforderliche positive Grundhaltung zur Heimat und zu den Errungenschaften Österreichs, für die der Kameradschaftsbund stehe. „Und so gibt es schon einen deutlichen Unterschied zwischen bloßem Optimismus und Zuversicht. Zuversicht ist die Voraussetzung für aktives Handeln, das nicht darauf wartet, dass sich von irgendwo anders eine Lösung auftut. Zuversicht ist die Tugend der Kameradschaften“, so die Präsidentin.
Im Anschluss stellte Hofrat Dr. Marckhgott die Aufgaben des Fördervereines und des Freilichtmuseums vor und Direktor Mag. Peter Fritz erörterte das Programm des Tages mit den einzelnen Höhepunkten.
Erster Höhepunkt war eine Einweisung in das Handwerk des Kalbrennens, das Kalkbrenner Hannes Weissenbach fachkundig erklärte: 1200 Grad Celsius und ein über drei Tage genährtes Feuer sind erforderlich, um das begehrte Material zu gewinnen. Der fertige Kalk wird eingelagert und für Arbeiten im Museum selbst und auf den Festungen Hohensalzburg und Hohenwerfen verwendet.
Für die Kinder war ein eigenes Programm mit u.a. Kinderschminken organisiert worden. Nach dem Kalbrennen war Mittagspause im Salettl angesagt, wo schon die Speisen und Getränke auf ihre Konsumenten warteten.Die „Emaus-Jünger“ spielten auf. Der Biergarten war bald bis auf die letzten Plätze mit Gästen gefüllt. Nach der Pause stand eine Führung durch die Werkstätten des Freilichtmuseums an, die Direktor Fritz persönlich vornahm.
Wer dann noch nicht genug Information hatte, konnte sich noch einmal zum Thema Kalkbrennen informieren.
Nach und nach verabschiedeten sich die Besucher und zogen wieder heimwärts. Für Bezirksobmann Johann Hillerzeder war aus einer Idee eine äußerst gelungene Veranstaltung geworden: „Mein Dank gilt allen, die uns geholfen haben aus einer guten Idee auch einen tollen Tag zu gestalten. Auf diese Veranstaltung können wir gemeinsam stolz sein.“












