Landesdelegiertentag 2026

Am 16. Mai 2026 stand Bad Hofgastein ganz im Zeichen des Landesdelegiertentages des Salzburger Kameradschaftsbundes.

Kranzniederlegung: v.l.n.r.: Bezirksobmann Markus Bichler, Landesrat Dr. Wolfgang Fürweger, Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf, Landesrat Maximilian Aigner und Landtagsabgeordneter Alexander Rieder.

Angetretene Fahnenabordnungen

Delegiertentag Bad Hofgastein, ein voller Saal

Auszeichnungen: v.l.n.r.: Organisationsreferentin Ute Huber, Finanzreferent Franz Jammernegg und Präsident Josef M. Hohenwarter

Ehrenmitglieder: v.l.n.r.: Ehrenbezirksobmann Wolfgang Rettenbacher, Präsident Josef M. Hohenwarter, Rechtskonsulent Hofrat Ing. Dr. Karl Mayr, Ehrenbezirksobmann Albert Preims

Ein Blumenstrauß für Regina Fuchs (Landesgeschäftsführerin)

Verleihung des Großen Bundesehrenzeichens in Gold: v.l.n.r.: Präsident Johann Hillerzeder, Alt-Präsident Josef M. Hohenwarter, Präsident Ludwig Bieringer

Geschäftsführender Präsident des Bundesverbandes Alwin Denz gratuliert dem neu gewählten Präsidium.

Der neu gewählte Präsident bedankt sich für den Vertrauensvorschuss

v.l.n.r.: Alt-Präsident Josef M. Hohenwarter, Präsident Johann Hillerzeder, Landespräsident der Steiermark Rudolf Behr und Vizepräsident Manfred Pfandl mit einem Präsent für die Salzburger Präsidenten

Präsident des Bundesverbandes Ludwig Bieringer gratuliert dem neu gewählten Präsidium

V.l.n.r.: Präsident Johann Hillerzeder und Vizepräsident von Tirol Gerhard Schreder

Obwohl die Eisheiligen ihr ganzes Können aufgeboten hatten und die Wetterprognose schlecht war, entschied sich die Kameradschaft Bad Hofgastein unter Führung von Obmann Rupert Brandner zur Durchführung des Totengedenkens am Hamplplatz im Zentrum von Bad Hofgastein. Die Marktgemeinde wurde Schauplatz eines festlichen Umzuges, angeführt von der Kameradschaftsmusikkapelle und zahlreichen Fahnenabordnungen. Das Kommando führte Hubert Höller (Obmann der Kameradschaft Dorfgastein).

Das Totengedenken wurde von Pastoralassistent Mag. Florian Schwaiger gestaltet. In Anwesenheit der bereits eingetroffenen Ehrengäste erfolgte im Gedenken an die Opfer der Kriege und der Verstorbenen die Kranzniederlegung. Nach dem Totengedenken führte der Marschweg zurück zur Veranstaltungshalle, die von der Kameradschaft Bad Hofgastein bestens vorbereitet worden war.

Nach und nach trafen die Delegierten aus allen Gauen des Landes ein. Die Delegierten mussten registriert werden, erhielten ihre Unterlagen und Stimmzettel. Nahezu pünktlich konnte Präsident Josef M. Hohenwarter den Delegiertentag eröffnen. Er dankte einleitend Obmann Rupert Brandner und Bezirksobmann Markus Bichler für die umfangreiche und perfekte Vorbereitung des Delegiertentages.

Begrüßung der Ehrengäste

Der Präsident freute sich zahlreiche Ehrengäste begrüßen zu dürfen: Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf, die Landesräte Maximilian Aigner und Dr. Wolfgang Fürweger, die Landtagsabgeordneten Dr. Josef Schöchl und Alexander Rieder, Bürgermeister Markus Viehauser, Oberst Mag. Werner Geosits (Militärkommando Salzburg), die Bezirkshauptmänner Mag. Harald Wimmer und Mag. Bernd Huber, den Präsidenten des Österreichischen Kameradschaftsbundes Ludwig Bieringer mit Ehefrau Rosemarie, den Landespräsidenten von Vorarlberg und geschäftsführenden Präsidenten Alwin Denz mit Bezirksobmann von Feldkirch und Landesfähnrich Günter Schreilechner, den Landespräsidenten der Steiermark Vizeleutnant i.R. Rudolf Behr, dessen Stellvertreterin Renate Haring und Vizepräsident Direktor Manfred Pfandl, den Landespräsidenten von Kärnten Wilhelm Fritz, den Ehrenpräsidenten des Landesverbandes Tirol Hermann Hotter mit Ehefrau Anna und Vizepräsident Gerhard Schreder, Landesschützenkommandant Josef Braunwieser, Präsident des Landesverbandes Salzburg der Österreichischen Wasserrettung Markus Zainitzer, Ehrenmitglied Johann Hinterseer mit Ehefrau Margit, die Fahnenmutter der Europafahne Diplom-Volkswirt Margot Hofer, die Vizepräsidenten des Landesverbandes Salzburg und die Mitglieder des Landespräsidiums. Ein besonderer Gruß des Präsidenten ging an Pastoralassistenten Mag. Florian Schwaiger mit der Danksagung für die Durchführung des Totengedenkens. Besondere Grüße konnte der Präsident dem Delegiertentag von Militärdekan Mag. Richard Weyringer und dessen Bruder Johann Weyringer übermitteln, der vor Kurzem das Landesehrenmal in Maria Plain neugestaltet hatte.

Grußworte vom Obmann der Kameradschaft Bad Hofgastein

Im Anschluss übergab der Präsident Obmann Rupert Brandner das Wort. Dieser hatte im November das Zepter von Vorgänger Werner Pfandlbauer übernommen und gab seiner Freude darüber Ausdruck, Gastgeber des Landesdelegiertentages sein zu dürfen. Obmann Brandner sprach vor allem seinen Dank an die zahlreichen Mitarbeiter und Helfer aus, die zu den Vorbereitungen beigetragen hatten. Besonders grüßte der Obmann die Kameradschaftsmusikkapelle unter der Leitung von Johann Jastrinsky, die für die musikalische Begleitung des Totengedenkens und des Delegiertentages verantwortlich zeichnete. Ein Dank des Obmannes galt Bürgermeister Markus Viehauser für die gewährte Unterstützung. 

Grußworte vom Bürgermeister der Marktgemeinde Bad Hofgastein

Im Anschluss ergriff Bürgermeister Markus Viehauser das Wort, stellte seine Maktgemeinde den Delegierten kurz vor und zeigte sich stolz über das Stattfinden des Delegiertentages in Bad Hofgastein.

Totengedenken und Erfassung der Beschlussfähigkeit

Das Totengedenken rief die seit dem letzten Delegiertentag Verstorbenen in Erinnerung.

Nach Erfassung sämtlicher Delegierten konnte der Präsident den Delegiertentag über die Anzahl der stimmberechtigten Delegierten informieren. Von 468 Delegierten waren 408 anwesend und stimmberechtigt. Es konnte somit die Beschlussfähigkeit des Delegiertentages festgestellt werden.

Tätigkeitsbericht

In seinem Bericht streifte der Präsident die Höhepunkte der vergangenen Jahre. Er stellte dankbar fest, dass er sich als Präsident stets auf die Mitglieder des Präsidiums abstützen konnte, die ihm viel Arbeit abgenommen hätten.

„Als ich vor 17 Jahren als Präsident begonnen habe, mussten wir den Salzburger Kameradschaftsbund gewissermaßen neu aufsetzen. Es gab keine aktuellen Statuten, keine Geschäftsordnung, das Ordenswesen war nicht geregelt, nach dem Tod des Chefredakteurs musste auch für die Zeitung Vorsorge getroffen werden, es galt der Verantwortung des Kameradschaftsbundes für das Sozialwesen gerecht zu werden, die Jugendarbeit musste professionell aufgestellt werden, das Landesbüro musste zwei Mal neu besetzt werden und vieles mehr. Wenn ich heute zurückblicke, dann war das alles eigentlich gar nicht so viel Arbeit, da ich mich ja auf das Präsidium, vor allem auch die Vizepräsidenten, abstützen konnte. Ich möchte allen Wegbegleitern dafür herzlich danken. Vielfach sind aus unserem kameradschaftlichen Engagement echte Freundschaften entstanden“, so Präsident Hohenwarter.

Der Präsident erinnerte mit berechtigtem Stolz daran, dass vor zwei Jahren das neue Landesehrenmal in Maria Plain eingeweiht werden konnte. Das von Johann Weyringer geschaffene Denkmal steht symbolhaft für das Wirken des Salzburger Kameradschaftsbundes. Besonders hervorzuheben sei aus Sicht des Präsidenten, dass das Denkmal nahezu zur Gänze über Spenden und Sponsoren finanziert werden konnte, wofür allen, die dazu einen Beitrag geleistet hatten, aufrichtiger Dank gebühre. Auch die Gedenkschrift „80-70-30“, die der Salzburger Kameradschaftsbund aus Anlass des dreifachen Jubiläumsjahres 2025 herausgegeben hatte, erwähnte der Präsident in seinem Bericht, den er mit Danksagungen an Ute Huber und Regina Fuchs, auf die der Kameradschaftsbund „aufpassen“ solle und den Worten schloss:

„Ihr seht, man braucht als Präsident selber gar nicht so viel zu tun und man hat trotzdem schöne Erfolge“.

Finanzbericht

In seinem Bericht zur Finanzgebarung bestätigte Finanzreferent Franz Jammernegg die solide finanzielle Basis, auf die sich der Salzburger Kameradschaftsbund abstützen könne.

Die Rechnungsprüfer bestätigten die ordnungsgemäße und vollständige Kassaführung und stellten den Antrag auf Entlastung des Präsidiums, der vom Delegiertentag einstimmig angenommen wurde.

Ehrungen

Ein besonderer Höhepunkt erfolgte unter dem Tagesordnungspunkt „Ehrungen“. Über Antrag des Präsidiums beschloss der Delegiertentag einstimmig die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft für Rechtskonsulent Hofrat Ing. Dr. Karl Mayr, Ehrenbezirksobmann Albert Preims und Ehrenbezirksobmann Wolfgang Rettenbacher.

Kamerad Franz Jammernegg wurde für seine Verdienste mit dem Landesehrenkreuz in Gold mit Schwertern ausgezeichnet.

Für ihre zuverlässige und beständige Arbeit als Landesorganisationsreferentin wurde Ute Huber mit der Ehrenbrosche in Rubin, der zweithöchsten Auszeichnung für Frauen, ausgezeichnet.

Neuwahl

Nach den Ehrungen trat das Präsidium geschlossen zurück. Die Neuwahl leitete der nunmehrige Altpräsident Josef Hohenwarter.

Vorstellung vom Funktionärshandbuch

Während die Stimmauszählung durchgeführt wurde, stellte Kamerad Karl Mayr sein Funktionärshandbuch vor und erläuterte dessen Inhalt, der sich von vereinsrechtlichen Fragen über die Ausrückeordnung bis hin zum Ordensstatut erstreckt. Karl Mayr betonte, dass er seit 29 Jahren Rechtskonsulent des Salzburger Kameradschaftsbundes war. Der Präsident habe ihm für seine Arbeit ausdrücklich gedankt. Das freue ihn, die größere Freude aber sei es für ihn stets gewesen, wenn er Kameraden rechtlich helfen konnte. In diesem Sinn wolle er auch sein Funktionärshandbuch verstanden wissen.

Wahlergebniss

Nach Vorstellung vom Funktionärshandbuch konnte das Ergebnis der Wahl zum Präsidenten des Salzburger Kameradschaftsbundes bekannt gegeben werden. Auf Johann Hillerzeder entfielen von 402 abgegebenen Stimmen 347 (86,31%), mit „Nein“ hatten 50 Delegierte gestimmt.

Das restliche Präsidium (die Bezirksobmänner sind per Statut die Vizepräsidenten) wurde in offener Abstimmung mit einstimmigem Ergebnis gewählt. Stellvertretend für die gewählten Präsidiumsmitglieder fragte Kamerad Hohenwarter Präsident Johann Hillerzeder, ob er die Wahl annimmt, was dieser bestätigte und für den Vertrauensvorschuss dankte. Johann Hillerzeder trat mit sofortiger Wirkung, wie von ihm angekündigt, als Bezirksobmann des Flachgaus (diese Funktion wird von Josef Standl-Niederreiter wahrgenommen) und als Obmann der Kameradschaft Seekirchen zurück (in Seekirchen übernimmt Obmann-Stv. Andreas Strasser). 

Das neue Landespräsidium

Die Zusammensetzung des neuen Präsidiums für die Funktionsperiode 2026-2030 lautet:

  • Präsident: Johann Hillerzeder
  • Schriftführer und Medienreferent: Mag. Bernd Huber
  • Finanzreferent: Franz Jammernegg
  • Rechtskonsulent: Mag. Georg Sulzberger
  • Internetreferent: Klemens Pötzelsberger
  • Sozialreferent: Sebastian Brunner
  • Jugendreferent: Karl Steger
  • Organisationsreferentin: Ute Huber
  • Beisitzer:
    • Vizeleutnant i.R. Helmut Schieferer (Stadt)
    • Manfred Neumaier (Flachgau)
    • Johann Grundbichler (Tennengau)
    • Hubert Höller (Pongau)
    • Ing. Horst Scharfetter (Lungau)
    • Reinhold Brandstätter (Pinzgau)

Erweitertes Präsidium

  • Schriftführer-Stv. und Finanzreferent-Stv.: Wilhelm Kästner
  • Jugendreferent-Stv.: Thomas Höllbacher
  • Landesfähnrich: Manfred Huber
  • Landesfähnrich-Stv.: Rudolf Gschaider
  • Fähnrich der Europafahne: Thomas Klaus
  • Fähnrich-Stv. der Europafahne: Johann Radauer
  • Rechnungsprüfer: Gerhard Norbert Leitner und Hermann Gappmaier

Nach der Neuwahl stellte sich Präsident Johann Hillerzeder kurz dem Delegiertentag vor: Er ist Jahrgang 1962, schloss nach der Schulausbildung eine Lehre als Maschinenschlosser ab und rückte 1981 zu den Gebirgsjägern nach Glasenbach ein. Er ist seit diesem Jahr Mitglied der Kameradschaft. Seit 1988 ist er mit seiner Frau Maria verheiratet, mit der er seinen Bauernhof im Nebenerwerb betrieb. Seit 1998 war Johann Hillerzeder im Vorstand der Kameradschaft Seekirchen, seit 2000 Fähnrich, 2012 wurde er zum Obmann gewählt, seit 2016 war er Bezirksobmann des Flachgaus und Vizepräsident des Salzburger Kameradschaftsbundes.

Grußworte der Ehrengäste

In seinen Grußworten bekannte sich Landesrat Maximilian Aigner als Mitglied des Kameradschaftsbundes, er war beim Tag der Salzburger Kameradschaft im Februar beigetreten. Als Erkennungszeichen der Kameradschaft trage er den Salzburger Anzug mit Stolz. Der Landesrat stellte fest, dass es jedoch weniger auf Äußerlichkeit ankomme, sondern viel mehr auf Haltung und Einstellung. Ganz besonders von Bedeutung sei das Eintreten des Kameradschaftsbundes für den Frieden. Der Landesrat wünschte dem neuen Präsidenten viel Erfolg in seiner übernommenen Funktion.

Präsident Ludwig Bieringer hatte für Alt-Präsident Hohenwarter noch eine besondere Auszeichnung parat: Er erhielt das Große Bundesehrenzeichen in Gold des Österreichischen Kameradschaftsbundes.

Im Anschluss erfolgten noch einige Grußadressen, bevor dieser denkwürdige Delegiertentag mit der Landeshymne zu Ende ging und die Delegierten sich nach und nach auf die Heimreise begaben.