40. Internationale Friedenswallfahrt Maria Plain

Am Sonntag, 4. Oktober 2026, fand in Maria Plain die 40. Internationale Friedenswallfahrt des Salzburger Kameradschaftsbundes bei besten Wetterbedingungen statt.

Fahnen und Teilnehmer der Friedenswallfahrt

Fahnen und Teilnehmer der Friedenswallfahrt

Vizepräsident Viehhauser meldet dem Präsidenten.

Andreas Weyringer und Militärdekan Mag. Richard Weyringer

Brigadier Peter Schinnerl bei seiner Ansprache

Verleihung der Landesverdienstkreuze in Silber: Militärkommandant Brigadier Peter Schinnerl mit den ausgezeichneten Militärmusikern.

Landesorganisationsreferentin Ute Huber und Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf

Kranzniederlegung

In diesem Jahr hatten sich 67 Fahnenabordnungen eingefunden.

Nach der Meldung durch Vizepräsident und Bezirksobmann Johannes Viehhauser eröffnete Präsident Johann Hillerzeder die Wallfahrt und begrüßte die Ehrengäste: Militärdekan Mag. Richard Weyringer, Domkapitular Simon Weyringer und Diakon Andreas Weyringer, die gemeinsam die heilige Messe zelebrierten. Er begrüßte Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf, Landesrat Martin Zauner, Landtagsabgeordneten Hannes Költringer, Bürgermeister-Stv. der Landeshauptstadt Salzburg Dipl.-Ing. Christoph Brandstätter, Bürgermeister von Wals-Siezenheim Andreas Hasenöhrl, die Gemeinderäte der Stadt Salzburg Susanne Dittrich-Allerstorfer, Monika Eibl und Sebastian Lankes, Militärkommandant Brigadier Mag. Peter Schinnerl, für die BH Stadt Salzburg Mag. Bernd Huber, Präsident der Bundesvereinigung der Milizverbände, Präsident des ÖKB Ludwig Bieringer und Ehefrau Rosemarie, mehre Präsidenten anderer Landesverbände sowie befreundeter Vereinigungen und Bünde, Landesschützenobrist Josef Braunwieser sowie die anwesenden Ehrenmitglieder Albert Preims, Karl Mayr und Wolfgang Rettenbacher. Den weitesten Weg nach Maria Plain dürfte wieder die Abordnung der Alpini aus Pontebba bzw. Malborghet zurückgelegt haben.

Nach der Begrüßung wurde die Festmesse zelebriert. Militärdekan Richard Weyringer stellte die Frage nach all dem Schlechten und Bösen in der Welt und warum Gott all das zulasse. Der Militärdekan verwies auf die Eigenverantwortung des Menschen. Jeder könne für sich entscheiden, welchen Weg er wählen wolle und ob er ein Teil des göttlichen Heilsplanes werden möchte. Die Teilnahme an der Friedenswallfahrt wertete der Militärdekan jedenfalls als Bekenntnis zum friedlichen Miteinander beitragen zu wollen.

Nach der Festmesse, die wiederum musikalisch von der Militärmusik Salzburg unter Oberstleutnant Johann Schernthaner gestaltet wurde, folgten die Festansprachen der Ehrengäste.

Bürgermeister-Stv. Dipl.-Ing. Christoph Brandstätter überbrachte die Grüße der Landeshauptstadt und betonte den Wert von Kameradschaft und das Bekenntnis zum Frieden als Beitrag zur Völkerverständigung. Er hielt einen Teil seiner Ansprache auf Italienisch und richtete sich damit direkt an die Gäste aus Italien.

Militärkommandant Peter Schinnerl ging in seiner Ansprache auf die noch immer nicht gelöste Frage zur Verlängerung des Wehrdienstes ein, die er als Notwendigkeit ansprach, um auf die Gefährdungslage angemessen zu reagieren. Er forderte gleichzeitig eine entsprechende Verlängerung des Zivildienstes, die durch die besonderen Anforderungen, die an Soldaten gestellt werden, die bis zum Einsatz des eigenen Lebens gehen würden, jedenfalls gerechtfertigt sei.

Präsident Ludwig Bieringer brach ebenfalls eine Lanze für die Verlängerung des Wehrdienstes und forderte gesellschaftlichen Mut ein. Mut, sich Verantwortung zu stellen, Mut, um anfallende Herausforderungen anzunehmen. Er rief die Weihnachtsrede von Bundeskanzler Leopold Figl in Erinnerung, in der er an die Österreicher appelliert hatte, an dieses Land zu glauben. Er äußerte wenig Verständnis für die Jammerei, die allerorten zu hören sei.

Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf betonte den Wert von gegenseitiger Hilfeleistung und gesellschaftlichem Engagement, für das der Kameradschaftsbund vorbildhaft stehe. Sie dankte allen, die dazu ihren Beitrag leisten und einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen würden. Mit dieser Feststellung leitete die Präsidentin zur Verleihung der Verdienstzeichen des Landes Salzburg über und gab ihrer Freude darüber Ausdruck, dass unter den Auszuzeichnenden auch eine Frau, Landesorganisationsreferentin Ute Huber, sei.

Ausgezeichnet wurden mit dem Verdienstzeichen des Landes Salzburg:

  • Alexander Bieder
  • Hubert Höller
  • Ute Huber
  • Johann Quehenberger
  • Peter Schwarzenberger 

Für ihren Einsatz in den Reihen der Militärmusik bei zahlreichen Anlässen und Veranstaltungen des Kameradschaftsbundes wurden mit dem Landesverdienstkreuz in Silber des Salzburger Kameradschaftsbundes ausgezeichnet:

  • Stabswachtmeister Julian Chornitzer
  • Wachtmeister Florian Eisl
  • Wachtmeister Marcel Ottino
  • Wachtmeister Cornelia Urban
  • Wachtmeister Bernhard Thalmayr
  • Oberwachtmeister Josef Wimmer

Unter den Klängen des Liedes „Ich hatt´ einen Kameraden“ erfolgte die feierliche Kranzniederlegung im Gedenken an die Toten der Kriege.

Mit der Salzburger Landeshymne, der Europahymne und dem Läuten der Vermisstenglocke endete der offizielle Teil.

Präsident Hillerzeder dankte allen Teilnehmern und nahm die abschließende Meldung von Vizepräsident Viehhauser entgegen.