Kameradschaft Eugendorf

Kontakt

Obmann

Josef Ramsauer

Leitenweg 8, 5301 Eugendorf

Tel: 0664/41 52 571, E- Mail: josef.ramsauer@hotmail.com


Keine Nachrichten verfügbar.

Termine

Es gibt keine Ereignisse in der aktuellen Ansicht.

Chronik

Chronik der Kameradschaft Eugendorf

Chronik der Kameradschaft Eugendorf

Gegründet 1848


Es war am 17. September 1848, als ein „Vorstand“ mit Namen Johann Forsthuber Gutsbesitzer von Heinisberg in Eugendorf, gedient im Linieninfanterie-Regiment Churfürst Leopold von Baden Nr.59, einen  k.u.k.  Militärveteranen Verein gegründet hat.

An diesem Tag stellte er einen kompletten Verein mit 72 Mitgliedern vor, die es durch ihren Zusammenhalt ermöglichten, gleichzeitig eine Fahne (Preis 14 Gulden und 63 Kreuzer) zu erwirtschaften.

Zur Gründungsfeier wurde die Fahne geweiht. Als Fahnenmutter stellte sich die Bräuers Tochter Katherina Hoffmann, aus Ursprung in Elixhausen zur Verfügung.

Den Festvortrag hielt Herr N.Bramershuber, Landpfleger in Salzburg, der auch bei der Aufstellung des Vereines behilflich war.

Es ist noch nie ein Verein an einem Tag entstanden. Allein der Chroniktext : „Durch vieles Zusammenhalten“ beweist, dass dieser Verein lange vor 1848 bestanden haben muss.

1842 wurde Johann Forsthuber aus dem Militärdienst entlassen. Damals schon dürfte er unter dem -Eindruck seiner Kriegserlebnisse und der unübersehbaren Not der heimgekehrten Veteranen (Kriegsopferversorgung gab es damals noch nicht), den Entschluss gefasst haben, einen wohltätigen Verein zu gründen.

Zusammenschlüsse dieser Art waren in dieser Zeit einmalig, den meist kam man über Stammtischrunden, die sich hauptsächlich mit Erlebnissen der ehemaligen Krieger befassten, nicht hinaus. Hier entstand eine Runde, die sich vornehmlich einen sozialen Zweck verschrieb. Gleichmäßige Behandlung aller Kameraden bei Begräbnissen und bei Gedenkwesen, egal ob sie arm oder reich waren, war erstes gemeinsames Ziel. Später kam noch ein bescheidenes Taschengeld (Armenunterstützung) und Krankengeld sowie Arzthilfe dazu. Arme gab es massenhaft.

Johann Forsthuber war weitsichtig genug, hat die Situation erkannt und den Zusammenschluss dauerhaft gemacht. Am offiziellen Gründungstag wurde er als Vorstand gewählt und blieb in dieser Funktion 25 Jahre lang.

Das Geld, um die Maxime des Vereines ( Armen- und Krankenunterstützung, Begräbniskosten sowie Arztrechnungen) erfüllen zu können, kam von Spendern, Sammlungen und von den Mitgliedsbeiträgen, die in den Anfangszeiten des Vereines nicht für alle gleich waren,   sondern je nach finanzieller Situation des Einzelnen gestaffelt wurden.

Am 3. Oktober 1873, 7 Tage vor dem Jahresfest, dessen Termin er selbst bestimmt hatte, verstarb der 1. Vorstand und der Gründungsobmann Johann  Forsthuber.  Mit der Durchführung der Trauerfeierlichkeiten und dem darauffolgenden Jahresfest wurde der Sohn des Verstorbenen, Franz Forsthuber betraut.

Schon im Dezember wird Franz Forsthuber mit 72 Wählerstimmen neuer Vorstand. Vereinsmeldungen und neue Statuten, die durch Gesetz schon seit 1867 zwingend gewesen wären, wurden eingereicht und mit 15.3.1874 von der Behörde bestätigt.

Eine neue Fahne wurde gekauft, luxuriös, schwarz gelb mit echten Goldfransen außen herum und einem Bild auf jeder Seite. Ein teures Prachtstück, neben 81 Spendern aus der Gemeinde scheinen auch Erzherzog Ludwig Viktor, Erzherzog Albrecht und Kaiser Franz Josef, dieser mit 100 Dulden, auf. Fahnenmutter wird die Bäckermeisterin Katherina Mooslechner aus Eugenbach. Ihr Gatte, der Fahnenvater, wird gleichzeitig 1. Ehrenmitglied mit Diplom.

Schon zum 25. Jubiläumsfest wird der Verein nach den neuesten Gesetzen umgebaut. Dem Vorstand wird ein Ausschuss beigegeben, der aus Stellvertreter, Schriftführer, Kassier, Kassensperrer  und Fahnenführer bestellt. Die Jubiläumsfeier und Fahnenweihe wurde für den 14. Juni festgelegt.

Der Vorstand Franz Forsthuber war so mit dem Verein verhaftet, das er alles, war gebraucht wurde, aus eigener Tasche bezahlte. So gehörten ihm alle Gegenstände, die für Kondukte  nötig waren, außerdem die meisten Wimpel und Fahnen, die Triumphbögen, die man zum Schmücken des Ortes bei Festlichkeiten brauchte. Sparsamer Umgang mit den Geldern der Beiträge und Spenden (Sparbuch wurde bei der Post angekauft), bewirkte, dass der Verein reich wurde. 1000 Gulden Vermögen waren bald erreicht, so konnten Armen und Krankengeld erhöht werden. Arztrechnungen für erkrankte Veteranen des Vereines wurden selbstverständlich bezahlt.

Halblanger und später auch Plainfelder Kameraden gesellten sich zum Eugendorfer Verein. Die Hallwanger bekamen sogar als Flügelverein einen aus ihren Reihen gewählten Vorstand- Stellvertreter. Alle   Mitglieder waren rundum zufrieden, der Verein wurde in ganz Österreich bekannt. Einladungen zu Festlichkeiten kamen nicht nur von den Nachbargemeinden, sondern etwa auch von Wien und seinen Randgemeinden, Mödling, St. Pölten, Hall/Tirol, Braunau, Hallein, sogar aus München und selbstverständlich auch von den Bayrischen Grenzgemeinden.

Dass das 25-jährige Gründungsjubiläum mit der neuen Fahne ganz besonders gefeiert wurde lässt sich denken. 9 Brudervereine ( Salzburg, Thalgau, Henndorf, Maxglan, Liefering,  Mondsee, Straßwalchen, Siezenheim  und Seekirchen mit zusammen etwa 600 Personen) haben teilweise mit Fahnen und Musik daran teilgenommen.

An der neuen Fahne wurden bald die ersten Orden und Ehrenzeichen verstorbener oder sterbender Kameraden gegeben. Die ältesten dieser Denkzeichen stammen aus den Kriegsjahren 1814 bis 1816.

Einen Vereinsprotektor, hatte man auch auserkoren. Graf Ernst Thun von Söllheim wollte das Amt übernehmen, leider musste er bereits nach 2 Jahren ( 1874 – 1876 ) wegen mangelten Interesse  abgelöst werden. Baron Schwarz aus Salzburg wurde gebeten das Amt zu übernehmen,

Ab 1883 Gebühren beim Begräbnis jeden Veteranen 3 Ehrensalven

1884 wird der Vereinsvater nach 10 jähriger Dienstzeit von den Fahneneltern mit einer neuen Hutdekoration geehrt, gleichzeitig wurde er von der Fahnenbegleitstelle entbunden und an erster Stelle des Vereines – vor der Fahne – mit zwei Begleitern eingereiht.

Am 3. November 1907 übergibt der Vorstand Franz Forsthuber aus Krankheitsgründen nach 34 Jahren die Agenden des Vereines an Wallner Johann

1908 wurde ein Leichenwagen und ein Leichenschlitten gekauft.

Der Krieg hat viele Opfer gefordert. 250 Eugendorfer standen unter den Waffen, 52 davon sind gefallen, 10 vermisst. Immer stärker wird der Ruf nach einer richtigen Gedenkstätte, die an den Gefallenen und Vermissten erinnern soll. Gleich nach dem Krieg wurde das Kriegerdenkmal in Angriff genommen. Am 8.Mai 1921 wurde es geweiht.

1923 wird aus den Kriegerverein der Krieger und Kameradschaftsbund Eugendorf, gleichzeitig wurde anstelle des Vorstandes die Bezeichnung Obmann eingeführt.

1926 stirbt der Obmann Wallner Johann. Felix Wuppinger, Thomabauer aus Unzing übernimmt den Verein.

Am 20. März 1938 musste der Kameradschaftsbund unter Leitung von Obmann Felix Wuppinger beschließen, den jeweiligen Ausschuss aufzulösen und eine provisorische Leitung einzusetzen. Diese neue Kameradschaft des NS Reichskriegerbundes bekam neue Statuten.

Die jungen Männer waren alle Soldaten, die Landarbeit blieb auf Frauen, Alte und Kindern hängen.Für Vereine war keine Zeit, so wurde der ohnehin geschrumpfe Verein immer weniger, bis er sich 1945 selbst auflöste.

Im 2. Weltkrieg waren 405 Mann eingerückt, 48 sind gefallen, 25 vermisst.

Es war der Wunsch, den Verein neuerlich aufleben zu lassen. Nicht zuletzt auf Drängen des letzten Obmannes und Bürgermeister Felix Wuppinger wurde der Verein wieder voll aktiviert. Erster Nachkriegsobmann wird Andrä Stöllinger, Zimmermeister in Eugendorf. Er konnte am 29.5.1945 ein durch Marmortafel mit den Namen der Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkrieges neu formatiertes Kriegerdenkmal aufstellen.

Am 14. Oktober 1951 wird die erste offizielle Generalversammlung mit Protokoll abgehalten.

Am 27. Mai 1956 wird eine neue Fahne geweiht, gstiftet wurde sie vom Vereinsobmann  Andrä Stöllinger  Seine Frau macht die Fahnenmutter, Fahnenpatin wurden Elfriede Hauser und Maria Haberl

1963  tritt der  Andrä Stöllinger , aus Gesundheitsgründen als Obmann zurück. Sein Nachfolger wird sein Stellvertreter Franz Reiter ernannt. Er stirbt 1987

1987 übernimmt  Max Thonerhofer den Verein als Obmann

Am 13. Oktober 1996 findet das 150 Jahre Kameradschaft  Jubiläum statt.

Am 11.Oktober 2015 tritt der Obmann Max Thonhofer zurück, sein Nachfolger wird Ramsauer Josef.

 

 

 

BESONDERE SCHWERPUNKTE IN DER VEREINSARBEIT

FunktionNameAdresseTelefonE-Mail 
ObmannRamsauer Josef5301 Eugendorf, Leitenweg 806225-3234  
Obmann-StVKnoll Franz5301 Eugendorf, Schwöller 10   
SchriftführerKempf Helmut5301 Eugendorf, Kraihammerstrasse 18raiham   
KassierRameder Peter5301 Eugendorf, Ischlerbahnstr. 15